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In der Preseason wird kein Spiel gewonnen.
Aber hier wird entschieden, wer überhaupt spielen darf.

Teams probieren Spielzüge aus.
Testen Formationen.

📖 Wer versteht das Playbook?
❓ Wer nicht?

Noch geht es nicht um Punkte.
Es geht um Verständnis.

Im ERP-Projekt entspricht das den Workshops.

Prozesse werden beschrieben.
Anforderungen formuliert.
Fragen gesammelt.

Und sehr oft entsteht dabei ein Lastenheft.

Seitenweise Anforderungen.
Detailliert.
Vollständig.
Durchdacht.

Zumindest theoretisch.

Denn das Problem ist nicht das Dokument.
Das Problem ist die Erwartung dahinter.

Als ließe sich ein zukünftiger Prozess vollständig beschreiben,
bevor man überhaupt mit dem System gearbeitet hat.

Im Football würde niemand versuchen,
vor der Saison jeden einzelnen Spielzug perfekt zu planen.

Das Playbook ist wichtig.
Aber entscheidend ist, ob das Team es versteht.
Und ob es im Spiel funktioniert.

ERP-Projekte sehen das manchmal anders.

Dort entsteht in dieser Phase gerne ein Dokument,
das länger ist als jedes Playbook der NFL.

Und trotzdem bleiben die entscheidenden Fragen offen:

👉 Wie arbeiten die Menschen wirklich?
👉 Wo entstehen später Reibungen?
👉 Was wird sich erst im echten Betrieb zeigen?

Die Preseason ist nicht dafür da, Perfektion zu erreichen.
Sie ist dafür da, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln.

🏈 Lesson learned:

Ein gutes Playbook hilft.
Aber es ersetzt nicht das Spiel.


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Episodenbild mit generativer KI erstellt. Idee, Konzept, Erfahrungen und redaktionelle Verantwortung: Ralf Brodrecht.